Dorit Linke, Berliner Autorin

Wissen, Werte und Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Category: Unterricht

Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung

Im November war ich in der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid zu Gast. Die Podiumsdiskussion zum Thema: “Keine Frage des Standorts – Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung” wurde von der Journalistin Susann Krieger moderiert und vom WDR ausgestrahlt.

Weitere Gäste waren: Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung; Klaus Farin, Publizist und Gründer des Archivs der Jugendkulturen, Dr. Marcus Böick, Historiker, Ruhr-Universität Bochum und Valerie Schönian, Autorin.

“30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung fragen viele immer noch nach der Herkunft aus Ost – oder Westdeutschland, weil damit eine bestimmte Form der Sozialisation und kulturellen Prägung verbunden ist. Gibt es Unterschiede in der Kulturellen Bildung zwischen Ost und West? Begegnen sich fachliche Perspektiven auf Augenhöhe? Und was kann Kulturelle Bildung tun, um mögliche Distanzen zu überbrücken und für Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Gemeinsamkeiten herauszustellen? Über gesamtdeutsche Herausforderungen und Perspektiven in der Kulturellen Bildung diskutiert Susann Krieger mit ihren Gästen.” (WDR, 2020)

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Foto: iStock 532418433, Nash1966

Multimediale Buchpräsentationen

Mein Lesungs-Angebot für Schulklassen, Bibliotheken, Lesefestivals und andere Veranstalter habe ich visualisiert. Wichtig: Ich lese auch online und interaktiv für Klassenverbände, die unter den gegebenen Umständen nicht zusammen sein können.

Konzeptionell: Multimediale Buchpräsentationen, interaktive Onlinelesungen, Zeitzeugengespräche

Inhaltlich: Leben in der DDR, Alltag von Jugendlichen, Aufwachsen im geteilten Berlin, Friedliche Revolution, Mauerfall, Wiedervereinigung

Das Format lässt sich gut in den Unterricht integrieren und ist geeignet ab der 6. Klasse. Unterrichtsmaterialien stehen zur Verfügung. Mein Focus liegt auf der Vermittlung von Wissen und der Förderung der Lesekompetenz junger Menschen. Unterrichtsmaterialien liegen vor.

Termine können hier vereinbart werden
Weitere Infos über mich und meine Arbeit findet ihr auf dieser Webseite. Bei Fragen bitte einfach über das Kontaktformular melden. Ahoi und bis bald im Klassenzimmer!

Vorlesezeit: “Wir sehen uns im Westen”

Das Video entstand für die Videoreihe “Vorlesezeit” und in Kooperation des Sankt Michaelsbund und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Von Manja Präkels – Ehrlicher Roman über Jugendliche zur Wende

“Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß” von Manja Präkels ist ein sehr wichtiges und hervorragend geschriebenes Buch, das in der Rückschau auf die DDR nicht mit dem Mauerfall endet, sondern weiter erzählt: Die Geschichte über Orientierungslosigkeit und teilweiser Verwahrlosung einer Generation, die ungeschützt in eine neue Gesellschaftsform katapultiert wird und dem plötzlichem Wandel der Werte ausgesetzt ist.
Die Vorbilder dieser Generation verschwinden von heute auf morgen, wechseln ihre Gesinnung oder geben sich dem Materialismus hin. Ergebnis: Flucht, Selbstverleugnung, Lähmung und Angreifbarkeit für Extreme, vor allem für rechte Extreme.

Vordergründig geht es in dem Roman um die Entwicklung eines Jungen zum Nazi, wobei die Hauptperson Mimi ist, eine von Wiedersprüchen gezeichnete junge Frau, die das Unmögliche versucht: zu entkommen und gleichzeitig Verantwortung zu tragen. Sie ist getrieben davon, sich ihrer Geschichte und ihrer (angenommenen) Schuld zu stellen.

Der Roman vermittelt ein subjektives und gleichzeitig allgemeingültiges Bild eines zerrissenen jungen Menschen in den Nachwendejahren, der geprägt ist durch die Überforderung der Älteren und deren begründete Angst, im neuen System nicht bestehen zu können. Es wird spürbar, wie sich diese Angst auf die Jungen überträgt und in Hass auf Andersartige umschlägt – einfach so, in rasender Geschwindigkeit, schweinbar aus dem Nichts und unfassbar für jene, die an ein humanistisches Menschenbild glauben.

Prägnant zeigt Manja Präkels auf, dass in den frühen 90er Jahren vor allem die jungen Menschen keine Außenseiter sein konnten und wollten (Nachwehen der Diktatur), sich dennoch viele als solche fühlten und bemüht waren, irgendwo dazuzugehören, selbst wenn die eigenen Helden am Ende anderen den Schädel einschlugen.

Ich werde noch lange über diese Reise in die Vergangenheit und deren Auswirkung auf unsere politische Gegenwart nachdenken. Mehr kann ein Buch nicht leisten, das ist es, was gute Literatur vermag. Danke dafür.

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß von Manja Präkels bei LovelyBooks (Roman)

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