Wissen, Werte und Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Author: Dorit Linke Page 1 of 9

SO WIDE. SO GUT.

Der Friedrich-Bödecker-Kreis Baden Württemberg e.V. hat vom 26. bis 27. Februar 2021 und in Kooperation mit dem Literaturpädagogischen Zentrum des Literaturhauses Stuttgart ein wegweisendes Online-Symposium zur digitalen Literaturvermittlung veranstaltet. Vorbereitung, Moderation und Inhalte waren exzellent und zeigten Möglichkeiten in diesen fordernden Zeiten auf.

Ich durfte als Referentin und Workshopleiterin zum Thema “Onlinelesungen: Ein Praxisbericht über diese zeitgemäße und interaktive Möglichkeit der Literaturvermittlung” mitwirken – widme ich mich diesem Format doch bereits seit 2019.

Sehr herzlich bedanke ich mich bei allen Autor*innen, die dabei gewesen sind. Mein ganz besonderer Dank geht an Ulrike Wörner, Geschäftsführerin des Friedrich-Bödecker-Kreis Baden Württemberg e.V., für die exzellente Organisation, Vorbereitung und das großartige Engagement für die Sache und an Tilman Rau für die klasse Moderation.

Jetzt lasse ich ein paar Bilder des Symposium sprechen, welche einige Inhalte meiner Beiträge widerspiegeln.

Weitere Infos zur Veranstaltung findet ihr hier.

Autor*innen jetzt anmelden: Workshop zu Onlinelesungen am 2. März!

Autor*innen standen im vergangenen Jahr vor der Herausforderung, ein Onlineangebot für ihre Lesungen zu entwickeln. Viele haben das erfolgreich getan, doch für manche ist das Format noch immer Neuland. Ich bin ebenfalls Autorin und präsentiere seit 2019 meine Romane online in Schulklassen oder Bibliotheken.

Gute Nachrichten 🙂 Ich coache Autor*innen, die zukünftig mit diesem Format arbeiten möchten. Da Literaturvermittlung digital anders funktioniert als analog, kann das Konzept einer Lesung vor Ort nicht so einfach auf Onlinelesungen übertragen werden.

Mein Angebot richtet sich gleichermaßen an erzählende und an Sachtexte. Wichtig für eine erfolgreiche Onlinelesung ist eine eigene Dramaturgie und ein multimediales, interaktives und didaktisches Konzept. Die Onlineveranstaltungen sind kleinteiliger und abwechslungsreicher und sollten mit Fotomaterial begleitet werden. Auch kann es beispielsweise hilfreich sein, ein thematisches Quiz, eine Umfrage oder das interaktive Whiteboard einzubinden.

In diesem Online-Workshop beschäftigen wir uns ganz konkret mit den Büchern der teilnehmenden Autor*innen und erarbeiten Mittel, Methoden und Bausteine für die erfolgreiche Onlinelesung.

Ziel: Erstellung eines Onlinelesungskonzepts, mit dem die Autor*innen sofort in die Online-Lesungswelt starten können.

Nächster Online-Workshop am Dienstag, den 2. März 2021

Coaching in einer Autor*innengruppe:  
4 Personen, je Person 275 Euro zzgl. MwSt.

Ablauf des Workshops “Onlinelesungskonzept”

9 Uhr bis 10.30 Uhr
Grundlagenvermittlung, Strategie, Bausteine, Interaktivität im Sinne der Leseförderung
10.30 Uhr bis 12 Uhr
Von mir begleitetes Arbeiten der Autor*innen am eigenen Konzept
12 Uhr bis 13.30 Uhr
Gemeinsame Präzisierung, Strukturierung und Fertigstellung des Onlinelesungskonzeptes

Bei Interesse bitte über den Button den Termin reservieren. Der Workshop findet alle 14 Tage jeweils am Dienstag statt. Nach Rücksprache sind auch andere Tage und Uhrzeiten möglich.

„Die Veranstaltungen haben mir gezeigt, dass es möglich ist, junge Menschen auch online zu erreichen, ihnen Literatur nahezubringen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich glaube, Sie haben es auch im Gespräch mit den Schüler*innen und den Lehrerinnen gemerkt: Auch sie waren begeistert und beeindruckt, nicht nur vom Roman, sondern auch von Ihren Erzählungen und dem Bildmaterial. Einige Schulen haben sogar Klassensätze angekauft und ich bin mir sicher, dass den Schüler*innen Ihr Roman und die Begegnung mit Ihnen in Erinnerung bleiben wird.“ Südtiroler Kulturinstitut, Dezember 2020

credit Grafik Videokonferenz: iStock

Gegen die Mythen, für die Ressourcen in Ost und West

Karl–Heinz Paqué, Volkswirt und Professor für internationale Wirtschaft in Magdeburg, und Richard Schröder, Theologe und lange Zeit Professor für Philosophie an der Humboldt Universität, haben gemeinsam das Buch „Gespaltene Nation? Einspruch! 30 Jahre Deutsche Einheit“ verfasst.

Interview in der Sendung Büchermarkt am, 5.2.2021, die Autorin Dorit Linke im Gespräch mit Catrin Stövesand

.

Paqué und Schröder zeigen in ihrem wichtigen Werk auf, dass die noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West keinesfalls als Spaltung beschrieben werden können, sondern ihre Ursache in der unterschiedlichen Historie seit dem 2. Weltkrieg haben. Die Autoren belegen ihre Aussagen anschaulich mit Zahlenmaterial, Statistiken und Umfragen. So erklären in einer Forsa–Umfrage von 2019 fast 70% der ehemaligen DDR–Bürger, die in den neuen Bundesländern leben, dass es ihnen heute im Vergleich zu früher besser geht.

Foto: Roland Hartig, Rostock, Partnerstadt Bremen 1990

In ihrer Analyse kommen die Autoren zu dem Schluss, dass sich das ökonomische Ergebnis der Wiedervereinigung angesichts der damaligen Umstände sehen lassen kann und verweisen darauf, dass andere Nationen respektvoll auf die Entwicklungen und Leistungen unseres Landes schauen. Der wirtschaftliche Unterschied zwischen Ost und West ist längst nicht mehr so dramatisch wie häufig dargestellt. Beispielsweise fällt die Wanderungsbilanz zwischen Ost und West seit 2012 nicht mehr negativ für den Osten aus, seit 2010 wachsen ostdeutsche Großstädte wieder, auch die Löhne gleichen sich weiter an.

Der Prozess muss weiterhin gestaltet werden, und rückblickend lässt sich sagen, dass dieser länger andauert als erwartet. Auch stimmt es, dass der Verlust von Arbeitsplätzen für viele Menschen in den 90er Jahren eine große Schwierigkeit darstellte. Diese Entwicklung war jedoch angesichts des gravierenden Systemwandels kaum zu vermeiden. Natürlich gab und gibt es schwierige Schicksale zu betrauern, die vor allem die Generation der in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Geborenen betreffen. Doch die Verwerfungen und beruflichen Einschnitte, die nach 1990 entstanden, hatten größtenteils mit dem Erbe der DDR zu tun.

Foto: Roland Hartig, Rostock, Warnow-Werft 1990

Obwohl aus diesen Umständen keine weitreichende Frustration entstanden ist, hält sich medial der Eindruck der Spaltung sehr hartnäckig. Als eine Ursache dafür geben Paqué und Schröder jene Stimmen an, die den Osten gern zum Opfer erklären und den Mythos befeuern, der Westen habe ihn nach 1990 annektiert und kolonialisiert. Mit dem Ziel der politischen Stimmungsmache wird der angebliche wirtschaftliche Rückstand überdramatisiert und die höhere Ausländerfeindlichkeit im Osten den Schwierigkeiten der Nachwendezeit zugeschrieben.

Vor allem die Treuhand ist ein willkommener Sündenbock, auch bei vielen Westdeutschen genießt sie wenig Ansehen. Manche gehen sogar so weit, der Treuhand unmittelbar die Schuld an der aktuellen ostdeutschen Ausländerfeindlichkeit zu geben. Das sind fahrlässige Interpretationen, sagen die Autoren, denn sie verkürzen die Kausalität unzulässig auf die Zeit ab 1989. Dieser Opfermythos wird zusätzlich von gefährlichen Mythen über die DDR begleitet.

Foto: Roland Hartig, Trabi im Wald bei Ribnitz 1990

An dieser Stelle ein Hinweis zum gelungenen Aufbau des Buches: Die Autoren stellen Fakten und Mythen nebeneinander und widerlegen letztere übersichtlich und sachlich, ein Fundus für allen Interessierten, die vernünftige Interpretationen und Lösungen suchen.

Die Wirtschaft der DDR war 1990 voll funktions– und leistungsfähig gewesen, die Treuhand hat sie zerstört, um dem Westen wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen – das ist ein klassischer Mythos über die Nachwendezeit. Doch was sagen die Fakten? Die Autoren verweisen auf den Schürerbericht von Ende Oktober 1989, den die Staatliche Plankommission der DDR erarbeitet hatte: eine schonungslose Bestandsaufnahme der DDR Wirtschaftslage, die u. a. von Innovationsschwäche und planerischer Ineffizienz gekennzeichnet war. Die Treuhand sollte damals die marode Planwirtschaft in die soziale Marktwirtschaft überführen – ohne die Gelder, die dabei geflossen sind, wären nach der Währungsunion Mitte 1990 alle Betriebe sofort pleite gewesen.

Dank der Treuhand konnten für eine Übergangszeit weiter die Löhne bezahlt werden. Die ehemaligen DDR–Bürger, die den Mythos des zerstörerischen Westens verbreiten, erinnern sich offenbar nicht daran, dass sie nach der Währungsunion kein Interesse mehr an den Produkten ihrer ostdeutschen Firmen hatten, stattdessen den westlichen Standard wollten. Dass Ostdeutsche keine Großbetriebe erwerben konnten, lag am fehlenden Kapital. Demgegenüber standen jedoch unzählige kleine Privatisierungen im Dienstleistungsbereich oder im Handwerk, von denen unmittelbar Ostdeutsche profitierten.

Foto: Roland Hartig, Rostock, Demo Schule 1990

Ein weiterer Mythos ist der angebliche Elitenaustausch an den Unis und in den Behörden, der das Ziel verfolgt haben soll, die ostdeutsche Konkurrenz zugunsten der Westdeutschen auszuschalten. Diesen hat es in dem oft dargestellten Ausmaß nicht gegeben, halten Paqué und Schröder fest. Westdeutsche wurden oftmals in diese Positionen gewählt, weil Ostdeutsche sie für die besseren Kandidaten hielten und die alten Kader dort nicht mehr haben wollten. Vor allem an ostdeutschen Universitäten war das ein brennendes Thema und im Interesse der Studierenden. Fakt ist auch, dass Karrieren im Zentralkomitee der SED (ZK), bei der Nationalen Volksarmee (NVA) oder dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nach der Wiedervereinigung tatsächlich wertlos waren: eine logische Folge der Revolution, nicht der Vereinigung. Diesen Menschen wurde lediglich eine öffentliche Karriere verwehrt, keine wirtschaftliche, dieses wichtige Detail geht in der Diskussion oft unter.

Die über die DDR erzählten Mythen sind vielfältig. Paqué und Schröder nennen dabei die Debatte zum Thema Unrechtsstaat, bei der die Opfer der DDR, die während ihres Bestehens auf vielfältige Weise drangsaliert, beschädigt und gebrochen wurden, wenig zu Wort kommen.

Es werden wiederkehrend die bessere Versorgung mit Kindergartenplätzen, die zwischenmenschliche Wärme, die Unwichtigkeit von Geld und die Gleichberechtigung der Frauen in der DDR gelobt. Auch hier hilft ein Blick auf das große Ganze und die Fakten: Weder gab es freie Wahlen noch Presse– und Meinungsfreiheit, Menschenrechte wurden verletzt, Nachbarn verrieten Nachbarn, Systemkritiker wurden verfolgt, eingesperrt und an den Westen verkauft. Von 1963 bis 1989 flossen aus der Bundesrepublik Deutschland für den Freikauf politischer Häftlinge fast 3,5 Milliarden D–Mark in die DDR. In dem Land, in dem Geld angeblich unwichtig war, blühte der Menschenhandel.

Und die Kindergartenplätze? Das System der Kindererziehung war von Gleichschaltung und Indoktrination gekennzeichnet, daneben gab es auch schwarze Pädagogik und Gewalt in der Erziehung. Von 1949 bis 1990 befanden sich ca. 500.000 Minderjährige im Heimsystem. Wenn man heute konstatiert, dass die Versorgung mit Kindergartenplätzen in der DDR besser war, hat man die moralische Verantwortung, parallel dazu auch über das Erziehungssystem zu reden. Es ist grundsätzlich unzulässig, einzelne Phänomene aus dem Kontext zu reißen und lediglich singulär zu betrachten.

Foto: Roland Hartig, Rostock, Werbung 1990

Aktuell ist der Rechtspopulismus in Ostdeutschland ein großes Problem, doch die Behauptung, dieser könne mit den Schwierigkeiten der Wendezeit begründet werden, ist falsch. Rechte Gewalt trat bereits in der DDR zutage bzw. verstärkte sich ab 1990, zu einem Zeitpunkt also, als die Treuhand gerade erst ihre Arbeit aufnahm. Das offene und selbstverständliche Erscheinen der Rechten auf der Bühne habe auch ich in meiner Heimatstadt Rostock erlebt, mit den bekannten katastrophalen Ereignissen in Rostock– Lichtenhagen. Die gewaltbereiten oder diese unterstützenden Menschen kamen damals nicht, wie gern behauptet wird, alle aus dem Westen. Sie kamen größtenteils aus dem angeblichen Land des Antifaschismus – ein weiterer Mythos.

All die Mythen über die DDR sind nach Meinung der Autoren auch deshalb so gefährlich, weil die AfD diese strategisch einsetzt. Auch deshalb ist das vorliegende Buch so wichtig, denn mit Hilfe dieser Mythen konnte die AfD im Osten erstarken, mit westdeutschem Personal. Es ist ein interessantes Phänomen, dass sich Ostdeutsche häufig gegen die westdeutschen Eliten aussprechen, hier aber widerspruchslos den Herrschaftsanspruch des rechten westdeutschen Führungspersonals akzeptieren. Autoritätenhörigkeit, Führerkult und die Anfälligkeit für Propaganda können als ein Erbe der autoritären Strukturen der DDR verstanden werden.

Foto: Roland Hartig, Rostock, Schule 1990

An dieser Stelle erlaube ich mir als Jugendbuchautorin ein paar Worte. Ich bin viel an Schulen unterwegs und erlebe dort in Bezug auf die DDR oft eine Irritation bei meiner Zielgruppe. Die Erfahrungen meiner in den frühen 70er Jahren geborenen Generation, die ich den jungen Menschen mit meinen Büchern vermittle, passen häufig nicht zu dem, was medial über die DDR verbreitet wird. Jüngere Ostdeutsche wehren sich instinktiv gegen das falsche Opferbild des Nachwende-Ostens. Sie wollen zurecht eine positive Identität für sich zu begründen, suchen dieses Positive dann aber oft in der DDR, was die Mythenbildung weiter verstärkt. Ihre Eltern klären zu wenig auf bzw. nehmen die Nachfolgegenerationen in die Pflicht, Stichwort „Anerkennung von Lebensleistung“. Dabei könnte diese positive Ost–Identität doch mit den Errungenschaften der Friedlichen Revolution geformt werden, die allen Menschen in Ost, West, Nord und Süd bester Antrieb für die Zukunft sein sollten.

Foto: Roland Hartig, Demo Rostock 1989, Rathaus

Die Stimmen, die Ostdeutsche pauschal zu Opfern erklären, entmündigen die Menschen und machen sie klein. Wenn man sich heute paternalistisch zum Kämpfer oder zur Kämpferin für die Ostdeutschen aufschwingt und behauptet, diese habe man 30 Jahre lang nicht angehört, sollte man eine bekannte Suchmaschine, Zeitungen oder Bibliotheken bemühen. Eine Recherche wird diese geschichtsvergessene und arrogante Aussage in Sekunden zerlegen.

Foto: Roland Hartig, Wahl 1990

Doch zurück zum Buch: Gefallen hat mir persönlich dessen klare und faktenbasierte Sprache. Sie ist sachlich und beschönigt nicht, sondern ordnet ein und erklärt. Die Autoren sind an Lösungen interessiert, bringen eine notwendige Entspannung in die Debatte und teilen Deutschland nicht in Opfer und Täter. Sie zeichnen das treffende Bild einer Schicksalsgemeinschaft, die in historisch schwieriger und gleichermaßen einzigartiger Lage versucht hat, das Beste daraus zu machen – was gelungen ist. Paqué und Schröder fordern historische Verantwortung ein und sprechen damit weder den Ostdeutschen noch den Westdeutschen ihre Ressourcen ab. Und sie stellen klar heraus, dass die DDR–Bürger keine Opfer der BRD, sondern Sieger über das SED Regime sind. Das kann man nicht oft genug betonen.

Foto: Roland Hartig, Demo Rostock 1989, Marienkirche

Heute erscheint es wichtiger denn je, den Erfolg der Friedlichen Revolution hervorzuheben, ihn weiterhin zu würdigen und immer und zuallererst die Opfer der Diktatur in die Debatten mit einzubeziehen. Auch aus diesem Grund wünsche ich mir, dass das Buch von Paqué und Schröder in vielen Haushalten in Ost und West gelesen und außerdem in den Schulunterricht integriert wird.

„Gespaltene Nation? Einspruch! 30 Jahre Deutsche Einheit“
Karl-Heinz Paqué und Richard Schröder
NZZ Libro 2020, 289 Seiten, ISBN-10 : 390729100X

Buchkauf: hier

Fotos: Roland Hartig, Rostock: Wanderausstellungen des Fotografen Roland Hartig (Rostock) (foto-hartig.de)

Interview in der Sendung Büchermarkt am, 5.2.2021, die Autorin Dorit Linke im Gespräch mit Catrin Stövesand

Foto: Roland Hartig, Menschenkette “Zusammenstehen” – Dezember 1989

Autorencoaching: Das eigene Onlinelesungskonzept

Das Konzept einer Lesung vor Ort lässt sich nicht auf Onlinelesungen übertragen, da Literatur– und Inhaltsvermittlung digital anders funktioniert als analog. Die junge Generation muss jedoch digital und im Sinne der Leseförderung erreicht werden.

Nächster Online-Workshop am Dienstag, den 2. März 2021, weitere Informationen hier

Für viele Autor*innen ist das Onlineformat Neuland. Ich biete Schulungen an, unterstütze bei Konzeptentwicklung und Dramaturgie dieser Veranstaltungen als auch bei inhaltlichen und technischen Fragen. Welche Medien, Bausteine und Methoden ermöglichen die gewünschte Interaktivität und bestmögliche Wissensvermittlung?

Ziel: Erstellung eines transparenten und leicht umsetzbaren Onlinelesungskonzepts, das den Inhalten und Strategien der Teilnehmenden entspricht und somit auf ihre zukünftigen Bücher übertragen werden kann.

Kosten Online-Workshop 2 x 90 Minuten

Gruppencoaching: 
4 Personen, je Person 275 Euro zzgl. MwSt.

Einzelcoaching
480 Euro zzgl. MwSt.

Bitte kontaktieren Sie mich über das unten stehende Kontaktformular und lassen Sie mich dabei wissen, ob Sie an einem Einzel- oder Gruppencoaching interessiert sind.

credit Foto Mädchen mit Buch: iStock

    Ihr Name (Pflichtfeld)

    Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

    Betreff

    Ihre Nachricht

    Digitale Drehtür – Konzepte für die Bildung

    Vergangene Woche fand die Pilotwoche „Digitale Drehtür“ statt, die Schüler*innen aller Schulformen und Klassenstufen ermöglichte, in selbst ausgesuchte Interessensgebiete einzutauchen. Es standen über 65 Angebote mit über 1000 Plätzen zur Verfügung.

    Mit zwei Veranstaltungen zu “Wir sehen uns im Westen” und dem Thema “DDR” war ich dabei. Es war eine große Freude für mich, die Schüler*innen waren sehr interessiert, die Gespräche mit ihnen spannend und die Rückmeldungen äußerst positiv.

    Das Projekt heißt „Digitale Drehtür“, weil die Schüler für eine abgestimmte Zeit den regulären Unterricht verlassen und sich eigenständig und digital mit ihren Wunschthemen beschäftigen können.

    Das Konzept einer länderübergreifenden Vernetzung und der Austausch mit Experten aus Bildung und Wissenschaft fand viel Anklang und wird in seiner Breite und Vielfalt sicherlich auch nach Corona unsere Bildungslandschaft bereichern.

    Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diese tolle Erfahrung.

    Foto Rostock Friedliche Revolution: Roland Hartig

    Doppellesung zum Mauerfall – Sachbuch und Roman

    Zusammen mit der Autorenkollegin Juliane Breinl biete ich Doppellesungen (90 Minuten) für Schulklassen an, und zwar aus unseren sich wunderbar ergänzenden Büchern.

    Juliane Breinl hat mit „Mein Mauerfall”, erschienen bei arsEdition, ein Kinder- und Jugendsachbuch geschrieben, das anschaulich mit Fotos, Karten und Zeitzeugenberichten das Leben im geteilten Deutschland beschreibt. Ob Mauerbau, kalter Krieg, Flucht, Leben in der DDR, Ausreise, Jugendorganisationen und Montagsdemonstrationen – das Buch vermittelt detailreiches Wissen und macht die deutsche Geschichte für die jüngere Generation lebendig.

    Mit „Wir sehen uns im Westen“, erschienen im Carlsen-Verlag, nimmt Dorit die Leser*innen literarisch mit auf eine Zeitreise in die Nacht des 9. November 1989. Die beiden ineinander verliebten Ostberliner Jugendlichen Nina und Lutz waren durch die Ausreise Ninas nach Westberlin getrennt worden. Doch plötzlich ist die Mauer auf, und beide suchen sich in der Stadt. Ihre unmittelbare Perspektive zeigt dabei einfühlsam, was sie bewegte und wie sie sich fühlten, als sie diese scharf bewachte Grenze plötzlich überqueren konnten.

    Unser Autorinnenduo arbeitet interaktiv und multimedial. Wir binden O-Töne, ein Quiz, unsere Texte und Zeitdokumente in die Präsentation ein und regen die Schüler*innen zu einem lebendigen Austausch an.

    Wir möchten das Wissen über diese Zeit zusammen mit den Gefühlen und Erfahrungen der Menschen kombinieren.

    Freut euch auf eine breit aufgestellte, informative und bunte Zeitreise in die jüngere deutsche Geschichte.

    credits:
    Foto Cover „Mein Mauerfall“: arsEdition
    Foto Cover „Wir sehen uns im Westen“: Carlsen Verlag
    Foto Juliane Breinl: Shwan Rush
    Foto Dorit Linke: Dorit Linke privat
    Foto Berliner Mauer: Dorit Linke privat

    Out now: “Ein Fall für die Tierretter”

    Spotlight! 🙂 Alle mal herhören:

    Ich habe ein Buch für die Knirpse unter euch geschrieben, das eine spannende und klasse illustrierte Geschichte erzählt.

    Es geht um ein Tier, das vom Aussterben bedroht ist, in unseren Regionen vor allem aufgrund der Intensivlandwirtschaft. Setzt sich der Trend fort, wird es den Feldhamster bald nicht mehr geben.

    mde

    Erst Ende Dezember 2020 hat die Tierschutzorganisation WWF bekannt gegeben: “Der Feldhamster ist das Verlierer-Tier des Jahres 2020.”

    Das Büchlein soll den Kleinen natürlich in erster Linie Spaß und Freude bereiten, aber eben auch ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Auswirkungen unsere Lebensweise auf andere Arten haben kann.

    Erschienen im Loewe Verlag und wunderbar illustriert von Silvio Neuendorf

    Digitale Bildung 2021 – ein Podcast

    2020 hat uns gezeigt, dass es nicht klug ist, sich Neuem zu verschließen. Um es in einem Satz zu sagen: Wären die Möglichkeiten der Digitalisierung bereits vor Corona im Fokus gewesen, hätte die Pandemie weniger stark unseren Schulbetrieb treffen können.

    Doch genug der Konjunktive: Mittlerweile haben wir zum Glück verstanden, dass es – trotz des großartigen Engagements einzelner Lehrerinnen, Lehrer und Förderer – vor allem an personeller Kompetenz fehlt. Trotz des ambitionierten „Digitalpakt Schule“ gibt es noch immer zu wenig digitale Infrastruktur an den Schulen. Es fehlen medienpädagogische Konzepte und Anleitung durch digital ausgebildetes Personal, der digitale Unterricht ist weitestgehend vom Engagement einzelner Lehrerinnen und Lehrer abhängig.

    Der Nationale Bildungsbericht und der Bildungsbericht der OECD kritisierten in 2020 die digitale Bildung Deutschlands und konstatierten, dass unser Land keine überzeugende Strategie für Bildung in der digitalisierten Welt hat, obwohl digitaler Unterricht dabei helfen kann, die Potentiale aller Menschen jederzeit zur Geltung zu bringen, Stichwort Inklusion. Er kann bei umfangreichen Klassengrößen dem Einzelnen ermöglichen, unabhängig von anderen weiterzuarbeiten, so zum Beispiel mit Hilfe von digitalen Lernbegleitern.

    Unsere Vision: Lehrer brauchen dringend neben digitalen Fortbildungen rund um die Uhr erreichbare Telefon-Hotlines und permanente Unterstützung durch Medienpädagogen und IT-Personal. Digitaler Unterricht muss ein Ausbildungsfach für Pädagogen werden.

    Wer sind wir?

    Katharina Lifson, Medienpädagogin und Vorstandsvorsitzende von METIS e.V.
    Dorit Linke, Autorin, digitale Konzepte, Vorstandsmitglied von METIS e.V.
    METIS e.V. arbeitet zusammen mit Schulen, Bibliotheken, Vereinen – und zwar bundesweit.

    Unsere Projekte haben mehrere Ebenen:
    Arbeit mit konkreten Romanen
    medienpädagogische Ebene und Didaktik
    Inszenierung von Geschichte/n

    Weiterführende Informationen unter:

    .

    Multimediale Buchpräsentationen

    Mein Lesungs-Angebot für Schulklassen, Bibliotheken, Lesefestivals und andere Veranstalter habe ich visualisiert.

    Wichtig: Ich lese auch online und interaktiv für Klassenverbände, die unter den gegebenen Umständen nicht zusammen sein können.

    Die Onlineveranstaltungen sind kleinteilig und abwechslungsreich. Ich begleite die Lesungen mit Fotomaterial und lasse die Schüler*innen unter anderem ein Quiz zum Thema “DDR” lösen. Selbstverständlich kommen wir miteinander ins Gespräch. Es macht Spaß und ist lehrreich, davon zeugen auch die Rückmeldungen 🙂

    Konzeptionell: Multimediale Buchpräsentationen, interaktive Onlinelesungen, Zeitzeugengespräche

    Inhaltlich: Leben in der DDR, Alltag von Jugendlichen, Aufwachsen im geteilten Berlin, Friedliche Revolution, Mauerfall, Wiedervereinigung

    Das Format lässt sich gut in den Unterricht integrieren und ist – abhängig vom jeweiligen Roman – geeignet ab der 6. Klasse. Mein Fokus liegt auf der Vermittlung von Wissen und der Förderung der Lesekompetenz junger Menschen. Unterrichtsmaterialien liegen vor.

    Termine können hier vereinbart werden

    Weitere Infos über mich und meine Arbeit findet ihr auf dieser Webseite. Bei Fragen bitte einfach über das Kontaktformular melden. Ahoi und bis bald im Klassenzimmer!

    Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung

    Im November war ich in der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid zu Gast. Die Podiumsdiskussion zum Thema: “Keine Frage des Standorts – Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung” wurde von der Journalistin Susann Krieger moderiert und vom WDR ausgestrahlt.

    Weitere Gäste waren: Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung; Klaus Farin, Publizist und Gründer des Archivs der Jugendkulturen, Dr. Marcus Böick, Historiker, Ruhr-Universität Bochum und Valerie Schönian, Autorin.

    “30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung fragen viele immer noch nach der Herkunft aus Ost – oder Westdeutschland, weil damit eine bestimmte Form der Sozialisation und kulturellen Prägung verbunden ist. Gibt es Unterschiede in der Kulturellen Bildung zwischen Ost und West? Begegnen sich fachliche Perspektiven auf Augenhöhe? Und was kann Kulturelle Bildung tun, um mögliche Distanzen zu überbrücken und für Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Gemeinsamkeiten herauszustellen? Über gesamtdeutsche Herausforderungen und Perspektiven in der Kulturellen Bildung diskutiert Susann Krieger mit ihren Gästen.” (WDR, 2020)

    .

    Foto: iStock 532418433, Nash1966

    Page 1 of 9

    Powered by WordPress & Theme by Anders Norén

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen