Dorit Linke, Berliner Autorin

Wissen, Werte und Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Kinderland oder: Verstehen, wo wir herkommen

Lest den Essay “Kinderland” über die Nachwirkungen der DDR auf die Folgegeneration, von der Dramatikerin und Autorin Anne Rabe und erschienen in der Zeitschrift Merkur.

Sie schreibt mit klarer Sprache und mit einer Haltung, die weder schön redet noch verklärt oder abschließt.

Danke für diese notwendige Bereicherung der Debatte.

Die Lehrer, die wenige Jahre zuvor ihren Schülern noch vermitteln sollten, dass die DDR das bessere Deutschland ist und der Westen der Klassenfeind, arbeiteten jetzt für diesen Westen und sollten uns auf ein Leben in einer Gesellschaft vorbereiten, die sie selbst nicht kannten. Vielleicht überspielten sie bloß ihre Hilflosigkeit mit dem autoritären Gehabe? Vielleicht machten sie aber auch einfach so weiter wie immer. Man hatte sie übernommen und für brauchbar befunden. Sie schwiegen über die Stasi und über die Funktion, die sie im System innehatten. Dass wir jetzt Partys auf dem Gelände eines ehemaligen Jugendwerkhofs feierten, war weder für sie noch für unsere Eltern Anlass, uns Margot Honeckers menschenverachtendes System der Jugendhilfe zu erklären.” Anne Rabe in “Kinderland”

Lesungen in Zeiten von Corona

Aktuell sind Präsenzlesungen schwer planbar.
Ich vereinbare gern einen Termin mit Schulen, Bibliotheken etc., wenn vom Veranstalter garantiert wird, dass die Lesung im Falle sich verändernder Rahmenbedingungen online durchgeführt wird.

Dieses Format bediene ich professionell seit Anfang 2019 und bin damit sehr vertraut. Weitere Informationen finden Sie hier: Online Lesungen für Schulen

Termine hier!
Neugierig? 🙂

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Multimediale Buchpräsentationen

Mein Lesungs-Angebot für Schulklassen, Bibliotheken, Lesefestivals und andere Veranstalter habe ich visualisiert. Wichtig: Ich lese auch online und interaktiv für Klassenverbände, die unter den gegebenen Umständen nicht zusammen sein können.

Konzeptionell: Multimediale Buchpräsentationen, interaktive Onlinelesungen, Zeitzeugengespräche

Inhaltlich: Leben in der DDR, Alltag von Jugendlichen, Aufwachsen im geteilten Berlin, Friedliche Revolution, Mauerfall, Wiedervereinigung

Das Format lässt sich gut in den Unterricht integrieren und ist geeignet ab der 6. Klasse. Unterrichtsmaterialien stehen zur Verfügung. Mein Focus liegt auf der Vermittlung von Wissen und der Förderung der Lesekompetenz junger Menschen. Unterrichtsmaterialien liegen vor.

Termine können hier vereinbart werden
Weitere Infos über mich und meine Arbeit findet ihr auf dieser Webseite. Bei Fragen bitte einfach über das Kontaktformular melden. Ahoi und bis bald im Klassenzimmer!

Infos zum Buch gibt es hier

Die Plattform onleli – Wissensvermittlung im Unterricht

Katharina Lifson und ich von METIS e.V. reden über die Plattform Onleli, die ich Anfang 2020 gegründet habe. Hört und schaut doch mal rein.

Onleli ist die übergeordnete und verlagsunabhängige Plattform für Live-Onlinelesungen im Schulunterricht oder außerschulisch – von professionellen Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum, vornehmlich Jugendbuchautoren.

Die Autorinnen und Autoren von onleli bieten Live-Online-Lesungen aus ihren jeweiligen Büchern und Fachgespräche für den Unterricht an. Sie berühren lehrplanrelevante, aber auch gesellschaftspolitisch wichtige Themen und lassen dabei ihr wertvolles und über Jahre erarbeitetes Fachwissen einfließen.

Katharina Lifson widmet sich seit 2015 über verschiedene Vereine der kulturellen Bildung und setzt Projekte zur digitalen Leseförderung um.

Informationen zu unserer Arbeit findet ihr auch hier:
https://metis-in-mv.de/

Lauter deutsche Heldengeschichten

Wenn in der nächsten Zeit wieder diese Texte die Runde machen, in denen von den ach so schwierigen 90er Jahren die Rede sein wird, wenn die Klagen darüber kommen, dass Ostdeutsche so wenig erben, wenn angeblich fehlende Beteiligungsmöglichkeiten am gesellschaftlichen Diskurs kritisiert und rechtsextreme Taten zur logischen Folge eines allgemeinen Abgehängtseins des Ostens erklärt werden, wenn bedeutungsschwanger geraunt wird, dass die DDR an sich und irgendwie schon eine super Idee war, wenn all diese “Argumente” widerlegt sind, man aber weiter darauf beharrt, weil man das alles einfach so im Gefühl hat – dann werde ich immer wieder diesen Text von Mely Kiyak lesen. Tut es bitte auch, er verdient es!

Text von Mely Kiyak: Lauter deutsche Heldengeschichten

Lessing-Preis für Kritik 2020 für Ines Geipel

Prof. Ines Geipel

Am 11. Oktober 2020 wurde die Autorin und Publizistin Prof. Ines Geipel in Wolfenbüttel mit dem Lessing-Preis für Kritik 2020 ausgezeichnet.

Die Literaturkritikerin Dr. Insa Wilke würdigte in einer beeindruckenden Laudatio das vielfältige literarische Werk von Ines Geipel und ihr bedeutendes und jahrzehntelanges Engagement für die Opfer der DDR und die Rehabilitation von unterdrückten Autorinnen und Autoren.

Dr. Insa Wilke

Ines Geipel werfe „Blickschneisen in einen verdunkelten Raum“ und sichere sich durch die „Genauigkeit ihrer Sprache, die Entschiedenheit ihrer Fragen … die Wahrnehmung in einer politischen Öffentlichkeit“, sagte Dr. Insa Wilke.

Auf ihrer Webseite gratulierte die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher: „Ines Geipel hat sich für geschädigte ehemalige DDR-Sportler, für die Aufklärung über das DDR-Staatsdoping und für unterdrückte DDR-Literatur engagiert. In ihrem literarischen Schaffen hat sich Ines Geipel berührend und tiefgründig mit Verletzungen und Deformationen eines diktatorischen Systems auseinandergesetzt.“

Hier findet ihr weitere Informationen, unter anderem auch die höchst lesenswerte Laudatio.

Preisverleihung: Cord-Friedrich Berghahn, Jury der Lessing-Akademie

Die drei jungen russischen Forscherinnen Margarita Maslyukova, Ekaterina Melnikowa und Ekaterina Pavlenko der Menschenrechtsorganisation “Memorial” wurden auf Vorschlag Ines Geipels von der Lessing-Akademie mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Lessing-Theater Wolfenbüttel

Alle zwei Jahre wird der Lessing-Preis für Kritik verliehen und würdigt bedeutende und institutionell unabhängige kritische Leistungen. Er ging bisher unter anderem an Elfriede Jelinek, Alexander Kluge und Peter Sloterdijk.

Es war eine Ehre für mich, bei der Verleihung dabei sein zu dürfen, ist Ines Geipel doch eine der stärksten und klügsten Stimmen für die Aufarbeitung und Anerkennung von DDR-Unrecht.
Danke für diese besondere Zeit.

Fotos und Text: Dorit Linke

Bücher von Ines Geipel (Auswahl)
Buchkauf u.a. über Klett-Cotta

Onlinelesung – neue Konzepte

Liebe Autorinnen und Autoren,

seit mehr als einem Jahr veranstalte ich erfolgreich Onlinelesungen, da die junge Generation meines Erachtens auch digital Zugang zur Literatur erhalten sollte – im Sinne der Leseförderung.

Obwohl das Onlineformat in den vergangenen Monaten ein großes Thema war, ist es dennoch für viele von euch noch Neuland.

Etwas habe ich in der Vergangenheit ganz sicher gelernt: Literaturvermittlung funktioniert digital anders als analog. Ihr benötigt neue Bausteine und Medien, um die verschiedenen Inhalte und Themen eurer Bücher digital zu transportieren, schließlich sollen lebendige Interaktivität und bestmögliche Wissensvermittlung auch auf digitalem Weg gewährleistet bleiben.

In Einzelschulungen, die online oder in Präsenzterminen stattfinden, unterstütze ich euch bei der Konzeptentwicklung. Gemeinsam erstellen wir ein Onlinelesungskonzept, das eurer inhaltlichen Ausrichtung entspricht und auf eure zukünftigen Bücher übertragen werden kann.

Klingt gut? Meldet euch doch einfach unverbindlich, ich freue mich auf euch: info(at)dorit-linke.de

Unverbindliche Terminanfrage:

Hannah Arendt in Berlin

Hier einige Eindrücke von der Hannah-Arendt-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum. Eine beeindruckende, berührende, einzigartige Persönlichkeit.

Die Ausstellung läuft noch bis Mitte Oktober. Und wer es nicht nach Berlin schafft, kann schließlich jederzeit ihre Bücher lesen.

Digital Schnick Schnack

Wie sieht es aktuell mit digitalisierten Lernprozessen, Leseförderung und digitaler Medienbildung aus?

Der Verein METIS ist mit seinen Projekten immer sehr konkret. Das bedeutet, dass wir in unseren Kursen über das gemeinsame Lesen von Jugendbüchern die Lesekompetenz stärken und gleichzeitig Fotos, Filme oder kleine Texte produzieren, bis hin zu Kostümen und Requisiten für unser Online Theater.

Wir wollen mit diesem Beitrag die Digitalisierung im Bereich Bildung und Kultur mal mit etwas Abstand betrachten. Dazu habe ich die Medienpädagogin und Vorstandsvorsitzende von METIS e.V., Katharina Lifson, interviewt.

Katharina ist seit Anfang des Jahres bei METIS, doch bereits seit 2015 widmet sie sich über verschiedene Vereine der kulturellen Bildung und setzt Projekte zur digitalen Leseförderung um.

Dazu kommt ein wichtiger und konkreter Blickwinkel: seit 2018 ist sie wieder Studentin und steht kurz vor dem Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium in Deutsch und Geschichte.

Informationen zu unserer Arbeit findet ihr hier: https://metis-in-mv.de/

Sabine Adler: Verkannt und verrannt – Frauen in der rechtsextremen Szene

von Sabine Adler

Die Reportagen von Sabine Adler, Journalistin und Korrespondentin des Deutschlandfunks, schätze ich sehr.
Diese hier möchte ich euch ans Herz legen.

Deutschlandfunk, Sendung vom 04.07.2020: “Verkannt und verrannt – Frauen in der rechtsextremen Szene”

Weiterführende Informationen und Texte findet ihr bei Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandradio: “Sabine Adler ist eine der ausgewiesensten journalistischen Kennerinnen Osteuropas. Sie berichtet seit Anfang 2015 von Berlin aus über diese Region für die drei Programme von Deutschlandradio.”

Die Reportagen von Sabine Adler erscheinen u.a. im “Das Wochenendjournal”

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