Dorit Linke, Berliner Autorin

Jenseits der blauen Grenze und Fett Kohle

Dorit Linke auf der Frankfurter Buchmesse

Anlässlich des Jubiläums “30 Jahre Mauerfall”

Falls ihr auf der Messe seid und noch nüscht vorhabt: Kommt rum, ich freue mich auf euch. Ahoi.

Lesung und Gespräch auf der Buchmesse mit Dirk Kummer, Susan Schädlich, Dorit Linke

Die drei Autor*innen sprechen über ihre unterschiedlichen Umsetzungen des Themas und lesen aus ihren Büchern

Wann: Samstag, 19.10.2019
von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr
Ort: Lesezelt (Agora)

Weitere Informationen

Kinder- und Jugendliteratur über die DDR

“Jenseits der blauen Grenze” hat es 5 Jahre nach Erscheinen tatsächlich in “Die Zeit” geschafft – dank der großartigen Autorenkollegin Susan Kreller. Ich freue mich riesig über diese Wertschätzung.

Susan Kreller in “Die Zeit” vom 2. Oktober 2019

“Auf dem Mifa-Rad zum Ostseestrand” ist ein sehr lesenswerter und kluger Artikel über die Kinder- und Jugendliteratur der vergangenen Jahre zum Thema DDR.

“Wer Nazis war, bestimmen wir”

Rassismus und Rechtsextremismus sind ein tief liegendes Phänomen des Ostens und nicht Folge der Wiedervereinigung, wie oft und fahrlässig erzählt wird. Sie müssen daher auch nicht als Systemkritik überinterpretiert werden, sondern als das benannt werden, was sie sind: Rassismus und Rechtsextremismus.

Hier ein erhellender Beitrag zum Thema: Die DDR und ihre Neonazis: Real existierender Rechtsextremismus, Beitrag im Deutschlandfunk von Sabine Adler

Auszug:
Die DDR hatte sowohl ein Neonazi-Problem als auch eines mit Alt-Nazis, erkannte die Buch- und Filmautorin Freya Klier, die in ihrem Umfeld von immer mehr Personen mit einer braunen Vergangenheit erfuhr. Im Gegensatz zur offiziellen Lesart: “Alle Nazis waren im Westen und wir waren auf der Seite der sowjetischen Befreier. Dann lernte ich die ersten Freunde kennen, die mir still mitteilten, dass ihr Vater eigentlich Lehrer war und davor in der NSDAP. Der hatte es dann zu einer großen Parteikarriere in der DDR geschafft. Die Polizei wurde übernommen, also Mittelbau, Unterbau komplett. Es spielte dann schon bald keine Rolle mehr, wer was war vorher. Dann ging immer der Spruch rum: Wer Nazis war, bestimmen wir.“

Hier geht zum Beitrag des Deutschlandfunk

Interview im Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution

Saskia Geisler von lies-geschichte hat mich interviewt, vielen Dank dafür!

Wir reden über Schreibprozesse und Recherche, über Fiktion und Realität, über die Bedeutung von Zeitzeugen und die Notwendigkeit von politischer Bildung, über persönliche Haltung und unsere Verantwortung im Heute, was die politisch-historische Vergangenheitsaufarbeitung und deren Vermittlung an die Jugend betrifft.

Außerdem gebe ich Einblicke in meine literarischen Vorhaben. Würd mich freuen, wenn ihr hier mal reinschaut.

„Ich denke mir ja nicht ein Raumschiff aus, das irgendwo landet.“
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“Jenseits der blauen Grenze” am Theater Anklam

Nach Rostock, Stendal und Gera bringt nun auch Anklam “Jenseits der blauen Grenze” auf die Bühne. Ich freue mich riesig darüber.

Premiere ist am 19.10.2019 um 19.30 Uhr. Ich kann leider nicht vor Ort sein, weil ich auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs bin, aber vielleicht schafft ihr es ja nach Anklam, macht ein paar Farbaufnahmen und berichtet mir?

Spielefassung von Julia Korrek

Jenseits der blauen Grenze
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Lesung, Theater, Gespräch – Am 9. November 2019

Noch keine Pläne für den 30. Jahrestag des Mauerfalls?

Ich hätte da einen Tipp. Und zwar lese ich am 9. November 2019 um 17 Uhr am Theater der Altmark in Stendal aus meinem neuen Roman “Wir sehen uns im Westen”.

Danach gibt es das Theaterstück “Jenseits der blauen Grenze”, das ganz toll umgesetzt wurde und euch begeistern wird, und im Anschluss daran folgt dann auch noch ein Publikumsgespräch mit mir zum Stück.

Kommt rum, es gibt noch Karten (den Link zu den Tickets findet ihr weiter unten) und übernachtet doch einfach in Stendal. Ich geb an diesem bunten Abend dann auch einen aus. Im Hotel später dann Kissenschlacht 🙂

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Zu den Tickets geht es hier lang.

Digitale Leseförderung

In Zeiten der Digitalisierung sind erprobte und zukunftssichere Methoden für die Vermittlung von Literatur und Lerninhalten wichtig.

Im Sinne der Leseförderung und der politischen Bildung müssen digitale Unterrichtsmodelle entwickelt, die Medienkompetenz junger Menschen gestärkt und sich mit Themen wie Urheberrecht und Cybermobbing auseinander gesetzt werden.

Ich freue mich sehr, Teil des Prozesses und dieses Projekts zu sein – gefördert von „Kultur macht STARK“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Vielen Dank an Katharina Lifson und das Literaturhaus Rostock.

Bisherige Ergebnisse der interaktiven Onlinelesungen

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Mich haben bei der Vorbereitung und dem Veranstalten der Onlinelesungen folgende Fragen interessiert:

Eignen sich Onlinelesungen für den Unterricht?

Bestätigen die Schüler*innen die gängige Annahme, dass diese Art der Inhaltsvermittlung eher distanziert ist?

Wie wichtig ist der Zielgruppe die reale Entfernung?

Spielt die Entfernung überhaupt eine Rolle, wenn während der Veranstaltung Interaktivität gegeben ist?

Ist ein intensiver Kontakt nur dann möglich, wenn Autoren persönlich in die Klasse kommen?

Lässt sich dieses moderne, digitale Konzept auch auf die Arbeit mit Zeitzeugen übertragen?

Wie möchten junge Menschen zukünftig lernen?

Die differenzierten Antworten zum Onlineformat überraschen, hier die einfache Zusammenfassung: Die Vorteile überwiegen auch bei einer sehr kritischen Betrachtung.

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Sie sind Lehrerin, Lehrer, Bibliothekarin, beschäftigen sich mit Leseförderung, fächerübergreifendem Unterricht und/oder politischer Bildung? Bei Interesse an den detaillierten Ergebnissen meiner Onlinelesungen bitte ich um Kontaktaufnahme über das unten stehende Formular.

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Kreative, kluge Ergebnisse – Schreibworkshop “Schule in der Diktatur”

Wie wirken sich diktatorische Systeme auf Menschen, auf ihr Denken und damit auf die Sprache aus?

Das war unter anderem Thema des Schreibworkshops „Schule in der Diktatur“, der Anfang September 2019 in einer Rostocker Schule stattgefunden hat und – angelehnt an den Roman „Jenseits der blauen Grenze“ – von der Flucht zweier Jugendlicher aus der DDR über die Ostsee erzählt.

Die Jugendlichen erarbeiteten Merkmale einer diktatorischen Sprache und diskutierten darüber, wie sich diese von der Sprache der Demokratie unterscheidet. Sie verfassten eigene Texte, wechselten Perspektiven und Zeitformen, verorteten Romanszenen in die heutige Zeit und untersuchten, wie sich diese in Sprache, Handlung und Gefühlen unterscheiden würden.

Sie äußerten ihre Eindrücke nach dem Lesen von Zeitzeugenberichten, versetzten sich in konkrete damalige Lebenssituationen und schrieben über ihre Gedanken und Empfindungen, die sie dabei hatten. Welche Jugendsprache wurde in den 80er Jahren in der DDR verwendet, welche Wörter finden wir heute noch in unserem Sprachgebrauch?

Wir behandelten das Thema Schule in der DDR, den Alltag der Menschen und ihre Erfahrungen in diesem System, sprachen dabei über Zensur und über die Schere im Kopf.

Herzlichen Dank an Dr. Katrin Möller-Funck (Kempowski-Archiv) und Juliane Foth (Literaturhaus Rostock) für die Möglichkeit, dass ich diesen Workshop gestalten und in meiner Heimatstadt Rostock durchführen konnte. Herzlichen Dank an die Lehrer*innen und Schüler*innen der Werkstatt-Schule Rostock für das Interesse an diesem Projekt und die tolle und inspirierende Zeit!

Die Jugendlichen ließen sich erstaunlich gut auf dieses doch recht schwere Thema ein, hatten oft überraschende Ideen und entwickelten diese weiter, wechselten die Perspektive, gingen sprachlich neue Wege und waren sehr offen für die Berichte von Zeitzeugen, die in unsere Arbeit eingeflossen sind. Das war für mich eine schöne Erfahrung. Danke dafür!

Nun lasse ich Bilder, Texte und Zitate der Jugendlichen sprechen.

Sie sind Lehrerin oder Lehrer und finden das Thema wichtig und interessant? Sie planen eine Projektwoche? Bitte kontaktieren Sie mich über dieses Formular.

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Eine Nacht, die alles veränderte

Rezension “Wir sehen uns im Westen”
von Janett Cernohuby 

“Auf gerade einmal 104 Seiten bringt Dorit Linke große Emotionen, Eindrücke und Erinnerungen unter. Ihr gelingt es, mit wenigen Worten einen kurzen, aber nachhallenden Abriss einer Epoche zu zeichnen. Ein Stück Zeitzeugnis zu schaffen, das uns diesem vergangenen Ereignis teilhaben lässt. Das Buch ist packend und mit großen Gefühlen geschrieben. Man scheint alles hautnah mitzuerleben. Es ist ein besonderes Talent, so große Emotionen mit so wenigen Worten ausdrücken zu können.”

“Dorit Linke nimmt uns in ihrem Buch mit auf eine Zeitreise zurück zu einem denkwürdigen Ereignis:  zum 9. November 1989. Ein Datum, das vielen Menschen in Erinnerung bleibt und welches ihr Leben massiv verändern sollte. Denn an jenem 9. November wurde die so streng bewachte Grenze zwischen den beiden deutschen Ländern geöffnet. Wie hat sich das damals angefühlt? Was ging in den Köpfen der Menschen vor? In den Köpfen jener Menschen, die in Berlin an der Bornholmer Straße standen und jenen, die zuhause vor dem Fernseher saßen?”

Hier geht es zur vollständigen Rezension.

Premierenlesung “Wir sehen uns im Westen”

Am 28. August fanden sich mehrere Klassen aus Tempelhof im Literaturhaus Berlin zur Premierenlesung aus “Wir sehen uns im Westen” ein – und das bei über 30 Grad im Schatten!

“Wir sehen uns im Westen”
von Dorit Linke, erschienen im Carlsen Verlag

Es war toll, in diesem schönen Haus zu lesen und das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Zeitgeschehen zu erfahren. Wir sprachen über die Teilung von Berlin, über die “Geisterbahnhöfe”, über Punks im Osten und über die gute Entscheidung mancher Menschen, in der Nacht vom 9. November 1989 wach geblieben und auf die Straße gegangen zu sein.

Stefanie Ericke-Keidtel vom Jungen Literaturhaus hat die Veranstaltung organisiert und einen wunderbaren Rahmen dafür bereitet; die Autorin und Journalistin Kathrin Köller moderierte die Lesung und führte die Jugendlichen in die Thematik ein. Wir alle erlebten einen spannenden und lebendigen Vormittag, sprachen über den Mauerfall und darüber, wie ihn die Menschen erlebt hatten.

Neugierig auf das Buch? Na dann: hier klicken

Und wie ging die ganze Sache aus? Mein Bruder Bert, der extra zur Premierenlesung von Stralsund nach Berlin gekommen ist, hat auf dem Rückweg spontan ein paar Hiker mitgenommen und diese nach Szczecin gefahren. Es gibt sie, die guten Menschen.

Wir sehen uns also im Osten, Bruderherz. Am Ende dann doch, denn da gehören wir hin.

Interesse am Buch? Na dann: hier klicken


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