Dorit Linke, Berliner Autorin

Wissen, Werte und Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Tag: Schottland

Unterwegs in der anderen Heimat

Beim Kauf des Zugtickets in die Highlands empfiehlt mir der freundliche schottische Bahnangestellte, links im Zug zu sitzen, da auf dieser Seite die Aussicht schöner sei. Stimmt nicht, aber egal, es ist nett gemeint. Viel wesentlicher: “Anfang Januar um 5.20 Uhr ist es zu dunkel für irgendeine Aussicht.”
Er nickt und grinst. “Stimmt! Aber vielleicht auf der Rückfahrt.”
“Um 18 Uhr ist es wieder dunkel.” (Vielleicht leuchtet ihm der Whisky ja hell genug?)
Er, hoffnungsvoll: “Möchten Sie einen Platz reservieren?”
Ich lache auf. “Ist das eine ernst gemeinte Frage?”
Er winkt ab. “Stimmt, ist Quatsch.”

Der Zug kam eine Stunde vor Sonnenaufgang in den Highlands an.
Das sah dann so aus:

Es war recht trübe und außer mir niemand unterwegs. Schottland ist schon in der Saison nicht überfüllt, Anfang Januar und bei Nieselregen sind die Berge an diesem Ende der Welt menschenleer. Nur die Schafe, die sind immer da.

Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum
Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum
Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum
Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum
Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum
Walk to Beinn Dubhchraig near Tyndrum

Und ein paar Eindrücke aus Glasgow. Ich war seit langem mal wieder im Queens Park und auf der Necropolis.

Glasgow from Queens Park
Glasgow – Necropolis
Glasgow from Necropolis
Glasgow – Necropolis
Glasgow – St Mungo’s Cathedral

Wohl eines der beliebtesten Fotomotive, das Wandgemälde des Künstlers Smug in der High Street. Ich habe es auf dem Weg zur Necropolis im Morgengrauen erwischt.

Glasgow High Street – mural by Smug

Eine meiner Lieblingsstraßen – Gardener Street in Partick.

Gardener Street Partick

Zum Schluss ein bißchen schottische Eisenbahnromantik für euch.

Mein schottisches Leben

Als Kind schon hatte ich mich in Schottland verliebt, in diese geheimnisvolle, raue Region am nordwestlichen Rand von Europa.

Meine späteren Reisen und das Kennenlernen dieses Landes verstärkten die Sehnsucht so sehr, dass ich nach Glasgow ziehen musste. Eine Weile habe ich dort gelebt, habe in einem Industriepark zwischen Glasgow und Edinburgh gearbeitet, an den Wochenenden das Land erkundet und Freunde gefunden.

Nachwievor bin ich oft in meiner Wahlheimat unterwegs. Seltsamerweise habe ich meine Liebe zu Schottland nie in Worte gefasst. Daher zeige ich euch nun Fotos, die mit den Jahren entstanden sind.

Ich wandere gern im Winter. Der aufregendste Moment? Wenn der Bus an einer einsamen Straße mitten in den Highlands hält, es noch dunkel ist und ich die Einzige bin, die aussteigt. Mit einem Pfeiffen schließt sich hinter mir die Bustür. Ich bin allein. Es ist kalt, klar. In der blaugrauen Dämmerung gehe ich den Berg hinauf. Der starke Wind beißt ins Gesicht, reißt mir die flatternde Kapuze vom Kopf, das Eis, das den Wanderweg bedeckt, bricht leise unter meinem Schuh. Der erfüllendste Moment? Wenn ich in der Höhe bin, sich die Morgensonne langsam über den Berg schiebt und die Landschaft offenbar wird. Es gibt sie, die Wunder. Auch ohne Worte.

Highlands, Bridge of Orchy

Glasgow

Isle of Skye

Edinburgh

Ben Nevis

Isle of Arran

Ben Lomond

The banks of Loch Lomond

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