Ein Zurück gibt es nicht

Ein Zurück gibt es nicht

Tuesday August 25th, 2026 Off By Dorit Linke

Rezension von Janett Cernohuby zu “So leicht kommen wir nicht davon”

Berührend und ergreifend erzählt Dorit Linke Hannas Geschichte nach der Flucht. Es ist kein stringent erzähltes Buch, das Punkt für Punkt von der Rettung auf Fehnarm bis zur Selbstfindung in Schottland berichtet. Wir springen zwischen verschiedenen Ereignissen hin und her, nicht immer chronologisch, aber dafür schlüssig und nachvollziehbar. Verschiedene Schlüsselereignisse verdeutlichen Entwicklungen, machen sie greifbar und versuchen ein Bild von einer Zeit der gesellschaftlichen Transformation, Ohnmacht, Verlust und Entwicklung zu zeigen. Dorit Linke beschreibt, erzählt, wertet aber zu keinem Zeitpunkt. Das überlässt sie der Leserschaft, die erwähnten Ereignisse für sich zu werten und sich ein Bild über die Nachwendezeit zu machen. Es war keine leichte Zeit, das ist klar. Und dennoch hat sie jede*r anders erlebt. Die einen sind in sie hineingewachsen, mit ihr aufgewachsen und haben sich damit zurechtgefunden. Andere sind vom Tempo der marktwirtschaftlichen Veränderung überrumpelt und überfordert worden. Vertrautes galt nicht mehr, Existenzen zerbrachen, es boten sich aber auch neue Möglichkeiten – und genau zwischen diesen wahnsinnigen Veränderungen versucht Hanna ihren Weg zu gehen. Versucht zurückzukehren in die Heimat, um zu erkennen, dass es diese so nicht mehr gibt. Für sie nicht mehr geben kann. Stattdessen findet sie in Schottland eine Neue.

Die vollständige Rezension ist nachzulesen auf der Webseite von Janett Cernohuby und dem Bücherkarussel