Buchtipp: So leicht kommen wir nicht davon
Donnerstag, der 13. August 2026Rezension von Ella zu „So leicht kommen wir nicht davon“
„So leicht kommen wir nicht davon“ liest sich, als seien keine zehn Jahre zwischen den beiden Büchern vergangen. An Hannahs Schicksal teilzunehmen berührt, nicht weniger interessant sind aber auch all die Details über die Nachwendezeit, die sich wie eine Art Zeitzeugenbericht lesen. Kein Wunder, denn Dorit Linke war selbst achtzehn, als die Mauer fiel. Sie möchte die Erinnerungen der Ostdeutschen, „die eine Diktatur durchgestanden haben und zur friedlichen Revolution beigetragen haben“, lebendig erhalten, damit falsche Erzählungen entlarvt werden können, derer sich die AFD geschickt bedient. Viele Menschen haben durch die gewaltigen Umbrüche ihren Arbeitsplatz und ihren Platz in der Gesellschaft verloren. Sie müssen gehört und ernst genommen werden, um für sozialen Frieden zu sorgen und sie nicht in die Arme der AFD zu treiben. Die AFD befeuert das damit verbundene Gefühl der Ungerechtigkeit und vermengt es mit idealisierten Erinnerungen, um die Menschen für sich einzunehmen. Diese Mechanismen zu erkennen, ist ein Anliegen der Autorin. Dorit Linke regt mit ihrem Buch Jugendliche, die lange nach der Wiedervereinigung geboren sind, zur Auseinandersetzung damit an, was Diktatur bedeutet, welche persönliche Verantwortung jeder in solch einem System trägt und welche Verantwortung wir heute für unsere Demokratie haben.
Die vollständige Rezension ist nachzulesen auf der Webseite von Buchtipp: So leicht kommen wir nicht davon | Meedchen war gestern
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