Dorit Linke, Autorin

Wissen, Werte und Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Schlagwort: Jenseits der blauen Grenze Seite 2 von 3

Schwimmen wie Hanna und Andreas – Mit der Autorin

Ich bin das kleine schwarze Pünktchen in der Mitte des Films 😉

Auf den Spuren von „Jenseits der blauen Grenze“. Wer kommt mit raus auf die Ostsee?

Wir starten in der Nacht, so wie Hanna und Andreas, die 1989 über die Ostsee in den Westen geflüchtet sind. Mit Flossen, Schwimmbrille und Schnorchel schwimmen wir ein Stück hinaus aufs Meer.

Nur für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer mit Erfahrung im open water geeignet. Besitz eines Neoprenanzugs ist von Vorteil.


Maximal vier Teilnehmer*innen. Kinder nur in Begleitung eines verantwortlichen Erwachsenen. Letzter Termin in dieser Saison: 30.9.2019.

Bei Interesse bitte Kontakt zu mir aufnehmen.

Dorit Linke

„Jenseits der blauen Grenze“ am Theater in Gera

„Jenseits der blauen Grenze“ wird im 30. Jahr des Mauerfalls nun auch in Gera aufgeführt – als Puppentheater. Ich bin sehr gespannt!

Die Premiere ist am 9. November 2019. Weitere Aufführungen finden statt am 14., 16. und 23. November.

https://theater-altenburg-gera.de/stuecke-konzerte/jenseits-der-blauen-grenze-1010/

An der Grenze des Erträglichen

Auch nach 5 Jahren gibt es noch Rezensionen. Das ist angesichts der Menge an Büchern, die jährlich erscheint, keine Selbstverständlichkeit. Dank an Saskia Geisler für die schöne Rezension zu „Jenseits der blauen Grenze“, auch für die Hinweise zur Schullektüre.

Schreibworkshop „Schule in der Diktatur“

Nächste Woche startet in Zusammenarbeit mit dem Kempowski-Archiv und dem Literaturhaus Rostock der Schreibworkshop „Schule in der Diktatur“ in meiner Heimatstadt Rostock.

Mit den Schülerinnen und Schülern spreche ich über die Auswirkungen eines diktatorischen Systems, u.a. auf die Sprache. Wir reden über Zensur und Propaganda und über die Schere im Kopf. Können die Gedanken trotzdem manchmal frei sein? Oder ist das eine Illusion?

Gemeinsam werden wir die Merkmale einer diktatorischen Sprache erarbeiten, eigene Texte dazu verfassen und darüber diskutieren, wie sich eine autoritäre von der Sprache der Demokratie unterscheidet. Ein wichtiges, hochaktuelles Thema, für das junge Menschen sensibilisiert werden müssen.

Ich bin sehr gespannt. Herzlichen Dank an Dr. Katrin Möller-Funck (Kempowski-Archiv) und Juliane Foth (Literaturhaus Rostock) für die Möglichkeit dieser Arbeit.

Und nach dem Unterricht werde ich dann wie früher an den Strand fahren. Ist doch klar, oder?

Vierte Auflage „Jenseits der blauen Grenze“

„Jenseits der blauen Grenze“ erscheint in der 4. Auflage – Ein herzliches Dankeschön an alle, die das Buch erworben, empfohlen, verschenkt haben.

„Jenseits der blauen Grenze“ am Theater der Altmark

„Jenseits der blauen Grenze“ wird lebendig – auf der Bühne des Theaters der Altmark in Stendal. Die Premiere war ein einmaliges Erlebnis, das Stück ist absolut sehenswert, die Inszenierung spannend und die Schauspieler sind herausragend. 

»Regisseur Louis Villinger wiederum hat das Stück in eine bewegende, aber auch humorvolle Inszenierung verwandelt, die das Publikum anderthalb Stunden lang fesselt. Dimitrij Breuer, Caroline Pischel und Andreas Schulz sind Andreas, Hanna und Jens. In diesen Rollen strahlen sie eine mitreißende Natürlichkeit aus. […] ›Jenseits der blauen Grenze‹ richtet sich besonders an das junge Publikum, was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht ebenso ältere Zuschauer begeistert. Es ist ein beeindruckendes Stück, eine großartige Inszenierung.« Volksstimme

Bearbeitung von Jochen Gehle
Mit: Caro Pi, Andreas Schulz und Dimitrij Breuer
Inszenierung: Louis Villinger
Bühne & Kostüme: Mark Späth
Musikalische Einrichtung: Andreas Dziuk
Video: Max Kupfer
Dramaturgie: Cordula Jung

Im Bunker

Lange Zeit war er zugewachsen und nicht mehr aufzufinden: Der Eingang zum ehemaligen Bunker in den Rostocker Wallanlagen. Als Kinder haben wir dort gespielt, dieses Jahr habe ich ihn wiederentdeckt. Bin aber nicht hineingekrochen, so wie die Helden meines Romans: 

Der Eingang zum Bunker war hinter Gestrüpp versteckt. Ich kroch ins Loch und knipste die Taschenlampe an, die wir in der Ecke unter einem Ziegelstein versteckt hatten. Drinnen roch es muffig und feucht. Ich griff in etwas Glitschiges.
»Wollen wir den Weg zur Teufelskuhle suchen?«
»Ne«, rief Sachsen-Jensi.
»Logo!« Andreas kroch mir hinterher.
»Vielleicht liegen hier noch Bomben rum oder so«, sagte Sachsen-Jensi. »Ich bewache den Eingang und halte die Stellung. Zu eurer Sicherheit!«
»Memme«, sagte Andreas.
Das Taschenlampenlicht huschte über Ziegelsteine, morsche Bretter, einen Schuh und eine Bierflasche.
»Seht ihr was?«
»Schnauze dahinten!«
Es wurde kühler, je tiefer wir krochen. Wir kamen bis zu einer Stahltür, deren Griff halb abgebrochen und verrostet war. Ich leuchtete und Andreas rüttelte. Sie ging nicht auf. Nur etwas Putz fiel von der Decke.
»Mist!« Andreas war enttäuscht. »Das wird nichts, dafür brauchen wir Werkzeug.«
»Was macht ihr da?«
Andreas drehte sich um. »He, Sachse, wir haben einen Toten gefunden, in Faschistenuniform.«
»Was?«
Sachsen-Jensis Kreischen dröhnte so laut im Bunker, dass wir uns die Ohren zuhalten mussten.
»Wir bringen ihn mit raus, dann kannst du ihn sehen«, rief ich.
»Ne!« Sachsen-Jensis struppige Haare standen zu Berge. Er starrte uns aus aufgerissenen Augen an.
Ich hielt die Lampe schräg unter das Gesicht. »Uaaah!«
»Hör auf«, schrie Sachsen-Jensi.
Andreas stöhnte laut. »Mann, ist der schwer! Dafür, dass er vierzig Jahre hier rumlag, hat er sich echt gut gehalten.«
Ich konnte vor Lachen kaum kriechen. Sachsen-Jensi duckte sich und trat ein paar Schritte zurück.
»Sogar der Totenkopf am Kragen ist noch zu erkennen!«
»Ihr spinnt urst doll!« Er lief vom Eingang weg.
Wir kletterten aus dem Bunker. Draußen war es richtig warm. An meiner Hand klebte etwas Grünes, das komisch roch. Meine Bluse war eingesaut.
»Igitt, ich kotz gleich«, rief Andreas. Auch er war total verschmiert.
Einige Meter weiter raschelte es im Hagebuttenstrauch.
Sachsen-Jensi hatte sich versteckt.
»Eins, zwei, drei, vier, Eckstein«, schrie Andreas.
Ich hockte mich hin und band mir den Schuh zu.
»Kannst rauskommen, Sachse!«
Einige Zweige bewegten sich hin und her.

Aus dem Rostock-Roman „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke, erschienen im Magellan Verlag

 

Schweriner Literaturtage 2018

Ein paar Eindrücke von einem sehr schönen Ausflug nach Schwerin. Herzlichen Dank an die Stiftung Mecklenburg für die Möglichkeit einer Lesung aus „Jenseits der blauen Grenze“ im Rahmen der „Schweriner Literaturtage 2018“. Es war toll!

 

Premiere am Theater der Altmark in Stendal „Jenseits der blauen Grenze“

Nach der Uraufführung am Volkstheater Rostock bringt nun auch das Theater der Altmark in Stendal „Jenseits der blauen Grenze“ auf die Bühne

Premiere am 15.12.2018 um 19.30 Uhr

Vorstellungen am 21. Dezember, 5. Januar, 20. Januar, 22. Januar, 23. Januar,  2. Februar, 24. Februar, 26. Februar, 7. März, 16. März, 4. April,  6. April, 10. Mai
Tickets hier: Theater der Altmark

Inszenierung: Louis Villinger
Bühne & Kostüme: Mark Späth
Musikalische Einrichtung: Andreas Dzuik
Video: Max Kupfer
Dramaturgie: Cordula Jung
Bearbeitung von Jochen Gehle

Andreas / Opa / Direktor / Frau Thiel / Spitzbart: Dimitrij Breuer |
Hanna / Frau Thiel / Intershop-Verkäuferin / Westblondine: Caroline Pischel |
Jens / Opa / Hannas Vater / Direktor / Frau Thiel / Intershop-Verkäuferin / Andreas Vater / Westarsch: Andreas Schulz

Wieder auf dem Spielplan am Volkstheater Rostock

„Jenseits der blauen Grenze“
Vorstellungen am 2. Oktober, 3. Oktober, 24. Oktober, 25. Oktober, 16. November

Tickets hier

Die Premiere von „Jenseits der blauen Grenze“ am
fand am 7. April 2018 statt. Hier die Rezension der Süddeutschen Zeitung.

Foto: Frank Hormann

Regie: Angelika Zacek
Ausstattung: Heike Mondschein
Dramaturgie: Anna Langhoff
Spielefassung: Julia Korrek
Schauspielerin: Sophia Platz
Schauspieler: Alban Mondschein

 

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