Dorit Linke, Autorin

Lesungen, Workshops, politische Bildung

Schlagwort: Schullektüre

„Schule in der Diktatur“ – Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung

Dieses Projekt richtet sich an Rostocker Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe. Bündnispartner sind der Friedrich-Bödecker-Kreis, das Kempowski Archiv Rostock und das Literaturhaus Rostock.

Rostocker Schulen können Schreib-Werkstatttage mit Lesungen, Stadtrundgängen und Textarbeit wahrnehmen. Es werden Romane des bekannten Rostocker Autors Walter Kempowski und mein Roman „Jenseits der blauen Grenze“ betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Diktatur des Dritten Reichs und die der DDR auf Schulalltag und Sprache ausgewirkt haben.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten typische Merkmale einer diktatorischen Sprache und untersuchen Texte, welche die Lebenswelten der DDR bzw. die des Dritten Reichs darstellen. Sie sollen nach diesen Werkstatttagen in der Lage sein, die Sprache einer Diktatur von der Sprache einer Demokratie zu unterscheiden. Außerdem werden sie die Bedeutung von Zeitzeugenberichten erkennen und für ein tolerantes Miteinander sensibilisiert.

Sie sind interessiert und haben Fragen? Sie kennen eine Schulklasse, die für dieses Projekt in Frage käme?
Hier: https://diktatur-in-der-schule.de/ finden Sie ausführliche Informationen zum Projekt und die Kontakte zum Literaturhaus Rostock und zum Kempowski-Archiv. Sie können mich natürlich auch gern direkt anschreiben: info@dorit-linke.de

Buchtrailer zu „Fett Kohle“

Ein Buchtrailer zu „Fett Kohle“, gedreht mit der Klasse 6c des Scholl-Gymnasium Ulm im Rahmen der Kinderbuchmesse KiBuM 2018.

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„Jenseits der blauen Grenze“ am Theater der Altmark

„Jenseits der blauen Grenze“ wird lebendig – auf der Bühne des Theaters der Altmark in Stendal. Die Premiere war ein einmaliges Erlebnis, das Stück ist absolut sehenswert, die Inszenierung spannend und die Schauspieler sind herausragend. 

»Regisseur Louis Villinger wiederum hat das Stück in eine bewegende, aber auch humorvolle Inszenierung verwandelt, die das Publikum anderthalb Stunden lang fesselt. Dimitrij Breuer, Caroline Pischel und Andreas Schulz sind Andreas, Hanna und Jens. In diesen Rollen strahlen sie eine mitreißende Natürlichkeit aus. […] ›Jenseits der blauen Grenze‹ richtet sich besonders an das junge Publikum, was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht ebenso ältere Zuschauer begeistert. Es ist ein beeindruckendes Stück, eine großartige Inszenierung.« Volksstimme

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Bearbeitung von Jochen Gehle
Mit: Caro Pi, Andreas Schulz und Dimitrij Breuer
Inszenierung: Louis Villinger
Bühne & Kostüme: Mark Späth
Musikalische Einrichtung: Andreas Dziuk
Video: Max Kupfer
Dramaturgie: Cordula Jung

Im Bunker

Lange Zeit war er zugewachsen und nicht mehr aufzufinden: Der Eingang zum ehemaligen Bunker in den Rostocker Wallanlagen. Als Kinder haben wir dort gespielt, dieses Jahr habe ich ihn wiederentdeckt. Bin aber nicht hineingekrochen, so wie die Helden meines Romans: 

Der Eingang zum Bunker war hinter Gestrüpp versteckt. Ich kroch ins Loch und knipste die Taschenlampe an, die wir in der Ecke unter einem Ziegelstein versteckt hatten. Drinnen roch es muffig und feucht. Ich griff in etwas Glitschiges.
»Wollen wir den Weg zur Teufelskuhle suchen?«
»Ne«, rief Sachsen-Jensi.
»Logo!« Andreas kroch mir hinterher.
»Vielleicht liegen hier noch Bomben rum oder so«, sagte Sachsen-Jensi. »Ich bewache den Eingang und halte die Stellung. Zu eurer Sicherheit!«
»Memme«, sagte Andreas.
Das Taschenlampenlicht huschte über Ziegelsteine, morsche Bretter, einen Schuh und eine Bierflasche.
»Seht ihr was?«
»Schnauze dahinten!«
Es wurde kühler, je tiefer wir krochen. Wir kamen bis zu einer Stahltür, deren Griff halb abgebrochen und verrostet war. Ich leuchtete und Andreas rüttelte. Sie ging nicht auf. Nur etwas Putz fiel von der Decke.
»Mist!« Andreas war enttäuscht. »Das wird nichts, dafür brauchen wir Werkzeug.«
»Was macht ihr da?«
Andreas drehte sich um. »He, Sachse, wir haben einen Toten gefunden, in Faschistenuniform.«
»Was?«
Sachsen-Jensis Kreischen dröhnte so laut im Bunker, dass wir uns die Ohren zuhalten mussten.
»Wir bringen ihn mit raus, dann kannst du ihn sehen«, rief ich.
»Ne!« Sachsen-Jensis struppige Haare standen zu Berge. Er starrte uns aus aufgerissenen Augen an.
Ich hielt die Lampe schräg unter das Gesicht. »Uaaah!«
»Hör auf«, schrie Sachsen-Jensi.
Andreas stöhnte laut. »Mann, ist der schwer! Dafür, dass er vierzig Jahre hier rumlag, hat er sich echt gut gehalten.«
Ich konnte vor Lachen kaum kriechen. Sachsen-Jensi duckte sich und trat ein paar Schritte zurück.
»Sogar der Totenkopf am Kragen ist noch zu erkennen!«
»Ihr spinnt urst doll!« Er lief vom Eingang weg.
Wir kletterten aus dem Bunker. Draußen war es richtig warm. An meiner Hand klebte etwas Grünes, das komisch roch. Meine Bluse war eingesaut.
»Igitt, ich kotz gleich«, rief Andreas. Auch er war total verschmiert.
Einige Meter weiter raschelte es im Hagebuttenstrauch.
Sachsen-Jensi hatte sich versteckt.
»Eins, zwei, drei, vier, Eckstein«, schrie Andreas.
Ich hockte mich hin und band mir den Schuh zu.
»Kannst rauskommen, Sachse!«
Einige Zweige bewegten sich hin und her.

Aus dem Rostock-Roman „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke, erschienen im Magellan Verlag

 

Für den Unterricht an Schulen

 

Jenseits der blauen Grenze Schullektüre

 

Unterrichtsmaterialien Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke

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MDR – Figaro Buchvorstellung „Jenseits der blauen Grenze“

von Ulrike Lykke Langer

Aufwachsen in der DDR – Deutschlandfunk

Mawil und Dorit Linke im Gespräch mit Ute Wegmann

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